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Burg Knesebeck - castro Knesbeke

Die Burg Knesebeck war eine Wasserburg, die von zwei Gräben umschlossen war. Der äußere Graben wurde durch die Bäche Jörnsbeek und Knesebach gebildet, die heute noch das Burgplateau gut sichtbar umfließen. Darüber hinaus verlief der innere Wassergraben direkt am Fuß des Plateaus und hat die Gebäude und den heute noch stehenden Mauerrest eingeschlossen.

Die Geschichte der Wasserburg der Familie "von dem Knesebeck" reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Es soll sich zugetragen haben, dass der Herzog von Braunschweig-Lüneburg und der Markgraf von Brandenburg zu dem Beschluss gekommen sind, gemeinsam eine Verteidigungsanlage gegen die Slawen zu errichten - die Burg Knesebeck.

Beide Familien benannten je einen Ritter, welcher, wie zu dieser Zeit üblich, seinen Familiennamen entsprechend dem Landstrich, in dem er lebte,  wählte. So kam es, dass 1244 bei der Urkundenausstellung für den Bischof von Brandenburg der Lehnsmann Bodo de Knesebeck erstmals in Erscheinung trat. Die Burg selber wurde erstmalig im Jahr 1296 erwähnt, als es in "castro Knesbeke" zu einer Urkundenausstellung kam.

In den darauf folgenden Jahren wechselte das Eigentum am Amtssitz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg durch verschiedene Geschlechter, bis die Burg im 14. Jahrhundert zum regionalen Verwaltungs- und Gerichtssitz des Fürstentums Lüneburg ernannt wurde. Über mehr als 500 Jahre hinweg wurden von hier aus 21 Dörfer der Vogtei Knesebeck sowie Wittingen und die Gerichte Brome und Fahrenhorst gelenkt. Im 16./17. Jahrhundert entsteht hier das Amtshaus und wird mit Amtmännern besetzt.

Aufgrund umfangreicher Abrisstätigkeiten im 18. und 19. Jahrhundert zeugt auf dem heutigen Burgareal nur noch ein 15 Meter langer und 4 Meter breiter Mauerrest von der einst zur Verteidigung errichteten, einflussreichen Wasserburg.


Lage
 

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